In einem Interview äußerte sich der Präsident und CEO Andrew House zu den neuen Highend-Konsolen von Sonyund dem Konkurrenten Microsoft.

So sei House überrascht gewesen, dass Microsofts Project Scorpio bereits eineinhalb Jahre vor Release auf der diesjährigen E3 vorgestellt wurde. Es sei in der Unterhaltungsindustrie in den letzten Jahren üblich geworden, ein Produkt erst kurz vor Release anzukündigen, ähnlich wie Apple es mit der „Ab sofort erhältlich“-Strategie macht. Den Ansatz den Microsoft nun verfolgt, hatte Sony bereits bei der E3 2013 versucht, als die Playstation 4 zwar angekündigt wurde, jedoch bis auf ein grobes Konzept und den Namen noch nichts wirklich fest stand. Damals waren viele Fans verärgert, über die mangelnden Informationen, die sie zur Zeit der Ankündigung bekamen. Deshalb hätte man sich nun bei Sony dazu entschieden, von einer großen Präsentation der Playstation 4 Neo auf der diesjährigen E3 abzusehen. Ganz hängen lassen wollte man die Fans dann doch nicht, weswegen der CEO vonSony bereits im Vorfeld der E3 die Existenz und die Arbeit an der Highend-Konsole bestätigte, jedoch gleich hinzufügte, dass auf der Pressekonferenz nichts davon zu sehen sein würde, damit im Nachhinein niemand enttäuscht nach Hause geht.

Von einer öffentlichen Ankündigung sah man bei Sony ab, bis genug Inhalte und Materialien für eine ordentliche Präsentation für die neue Konsole zusammen gekommen sind. Für eine solche Ankündigung ist laut House besonders wichtig, dass man bereits eine breite Palette an Erfahrungen präsentieren kann, die den Spielern klar macht, weshalb sich der Erwerb der neuen Konsole lohnt. So weit sei Sony mit der Highend-Konsole zur Zeit noch nicht.

Weiterhin fügte der Präsident von Sony hinzu, dass die PS4 Neo die aktuelle Playstation 4 keinesfalls ersetzen soll, sondern lediglich eine Ergänzung für Gamer ist, die sich beim Spielen noch größere technische und grafische Standards wünschen. Beide Konsolen sollen bis zum Ende der PS4-Ära uneingeschränkt unterstützt werden. Mit der PS4 Neo soll keineswegs eine neue Generation eingeführt werden. Auch wolle man bei den Konsolen von eineinhalb-bis zwei Jahreszyklen, wie sie bei Smartphones Gang und Gebe sind absehen, da dadurch nicht das volle Potential der Konsolen ausgeschöpft werden würde.

Nichtsdestotrotz wolle man den Spielern die Erfahrung einer 4K-Konsole nicht vorenthalten, besonders in Zeiten, in denen viele Spieler auf den PC abwandern, da eine solche Leistung dort größtenteils zum Standard gehöre. So wolle man innerhalb des Lebenszyklus einer Konsole auch auf diejenigen Spieler abzielen, für die Highend-Standards eine große Rolle bei der Wahl der Plattform spielen.

Auch für (potentielle) Käufer eines 4K Fernsehers, für den es zur Zeit noch nicht allzu viele Inhalte gibt, sei die PS4 Neo perfekt um diese Lücke, mit Videospielen zu füllen.

Quelle: http://www.ps4-magazin.de/allgemeines/24413-playstation-4-neo-soll-spieler-vom-wechsel-zum-pc-abhalten/